Bio-Kaffee

Bio-Kaffee

Vieles spricht für den Kauf von Bio-Lebensmitteln. Dabei sollten Sie aber auf einige Details achten.

Bio Zertifikat der Kaffeerösterei Langen ansehen

 

 

Bio-Kaffee fair gehandelt

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Bild von spielenden Kindern in Mexico

Für den Kauf von Bio-Lebensmitteln sprechen viele Gründe – vor allem die positiven Umweltaspekte des Öko-Landbaus. Zudem zeigen die Untersuchungen von Problemstoffen wie Pestiziden und Nitrat, dass Bio-Lebensmittel eine gewisse Sicherheit vor Belastungen bieten. Eine generelle gesundheitsfördernde Wirkung ist jedoch bisher nicht nachgewiesen. Einzelne Studien deuten aber in bestimmten Bereichen auf günstige ernährungsphysiologische Qualitäten hin. Wenn Verbraucher sich aus diesen Gründen für Bio-Lebensmittel entscheiden, ist das staatliche Bio-Siegel eine gute Orientierungshilfe.

Die Siegel der Anbauverbände haben in einigen Bereichen sogar noch strengere Kriterien. Die Konsumenten sollten beim Kauf aber immer bedenken, dass lange Transportwege die Umwelt belasten. Aus Umweltsicht ist es sinnvoll, sich vorzugsweise für Bio-Lebensmittel aus der Region zu entscheiden.

Eine Möglichkeit ist, direkt beim Biobauern einzukaufen (aber nur, wenn die Anfahrtswege nicht lang sind).

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Hier gibt es von lokalen Initiativen häufig Einkaufsführer für die Region. Für Lebensmittel, wie Kaffee, Tee und Reis, die nur im Ausland produziert werden, sind auch Bio-Alternativen verfügbar. Wem zudem gerechte Preise und die Unterstützung der Produzenten wichtig sind, sollte auf die Siegel des fairen Handels achten. Sie sind oft mit dem Bio-Siegel kombiniert. Aus Umweltsicht sinnvoll ist auch, saisonal zu kaufen, das heißt, Obst und Gemüse dann bevorzugt einzukaufen, wenn es in Deutschland geerntet wird.

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes ist es aber vor allem wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, mit insgesamt geringen Verzehrmengen, weniger Fett und Fleisch, jedoch viel Gemüse und Obst. Wichtig ist, dass die zuständigen Kontrollbehörden die Überwachung von Lebensmitteln – Bio-Ware und konventionelle Ware – weiter gewährleisten und, bei Verdachtsfällen irreführender Ökokennzeichnung, gegebenenfalls verstärken.

Um die Unterschiede von Bio-Lebensmitteln und konventioneller Ware genauer zu klären, sind im Bereich der Forschung weitere wissenschaftliche Studien nötig, um die positiven Wirkungen zu belegen. Wichtig sind zudem Projekte, die der Produktion von möglichst unbelasteten Pflanzen – innerhalb und auch außerhalb des Biolandbaus – dienen, etwa die Züchtung resistenter Arten, um den Einsatz von Pestiziden zu verringern. Auch ist es sinnvoll, neue Methoden der Pflanzenstärkung zu entwickeln.

Aus Misstrauen wird Vertrauen

Bild von frischen Kaffeekirschen

In Mexiko gab es erste Gespräche mit den Mitgliedern einer Kaffee-Kooperative, deren Mitglieder Nachfahren der Indio-Bevölkerung sind. Gemeinsam mit Kolping präsentierte Klaus Langen seine Idee, hier in den Fairen Handel einzusteigen. Anfangs reagierten die Kaffeebauern reserviert. Vorfinanzierung, höhere Preise und eine langfristige Zusammenarbeit passten nicht in ihr Bild, denn die Bauern kannten nur Ausbeutung und Unterdrückung.

Doch dank der bereits bestehenden Kontakte zum Kolpingwerk konnte schließlich eine vertrauensvolle Handelsbeziehung aufgebaut werden. Mit Erfolg: Seit 1995 werden jährlich ca. 1000 Sack bzw. 70 Tonnen von der mittlerweile 116 Mitglieder zählenden Kooperative aufgekauft. 1250 von den insgesamt 1800 Säcken Kaffee werden exportiert, der Rest wird auf dem heimischen Markt verkauft. Von den nach Deutschland exportierten Mengen werden 40 Prozent der Kaufsumme vorfinanziert, um den Kaffeebauern den laufenden Lebensunterhalt zu sichern und sie unabhängig vom Verkauf an lokale Händler (in Lateinamerika als Kojoten bezeichnet) zu machen.

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