Bio-Kaffee fair gehandelt
Aus Misstrauen wird Vertrauen
In Mexiko gab es erste Gespräche mit den Mitgliedern der
Kaffee-Kooperative J´Amteletic (die Mitglieder sind Nachfahren der
Indio-Bevölkerung). Gemeinsam mit Kolping präsentierte Klaus Langen
seine Idee, hier in den Fairen Handel einzusteigen.
In
Mexiko gab es erste Gespräche mit den Mitgliedern der
Kaffee-Kooperative J´Amteletic (die Mitglieder sind Nachfahren der
Indio-Bevölkerung). Gemeinsam mit Kolping präsentierte Klaus Langen
seine Idee, hier in den Fairen Handel einzusteigen.
Anfangs
reagierten die Kaffeebauern reserviert. Vorfinanzierung, höhere Preise
und eine langfristige Zusammenarbeit passten nicht in ihr Bild, denn
die Bauern kannten nur Ausbeutung und Unterdrückung. Doch dank der
bereits bestehenden Kontakte zum Kolpingwerk konnte schließlich eine
vertrauensvolle Handelsbeziehung aufgebaut werden. Mit Erfolg. Seit
1995 werden jährlich ca. 1000 Sack bzw. 70 Tonnen von der mittlerweile
116 Mitglieder zählenden Kooperative aufgekauft. 1250 von den insgesamt
1800 Säcken Kaffee werden exportiert, der Rest wird auf dem heimischen
Markt verkauft. Von den nach Deutschland exportierten Mengen werden 40
Prozent der Kaufsumme vorfinanziert, um den Kaffeebauern den laufenden
Lebensunterhalt zu sichern und sie unabhängig vom Verkauf an lokale
Händler (in Lateinamerika als Kojoten bezeichnet) zu machen.
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